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Eins vorweg: Ich liebe diese Plattform mittlerweile und wollte meine Begeisterung diesbezüglich teilen. Dieser Beitrag wird also voll des überschwenglichen Lobes sein. Also nicht dran stören 🙂

Bandcamp – was ist das?

Bandcamp ist eine vom ehemaligen Yahoo-Mitarbeiter Ethan Diamond 2008 gegründete Musikplattform, die es Musikgruppen erlaubt, ihre Werke (aus meiner Sicht) relativ unkompliziert und aus Konsumentensicht zu attraktiven Preisen zu verteiben. Die Musikgruppen können wählen ob sie einzelne Titel oder gar ganze Alben kostenlos, zu einem Fest- oder Mindestpreis anbieten oder die Käufer selbst über den Preis entscheiden lassen. Dabei können sowohl digitale als auch physikalische Kopien verkauft werden.

Das Name-Your-Price-Modell hat oftmals den Effekt, das begeisterte Fans durchaus auch mal mehr als den Standard-1-US$ zahlen. Praktisch aus Konsumentensicht ist auch, dass die Versandkosten für CDs aus den Staaten sehr niedrig sind (etwa 3-4€ für eine oder mehrere CDs – Lieferzeit meist 2-3 Wochen).

Was gibt’s da so?

Ich habe bislang wenige deutsche Bands auf Bandcamp gefunden (mit Ausnahme von Shearer), was sicherlich auch damit zusammenhängt, dass ich auf viele Bands über YouTube aufmerksam werde und gerade in den USA es scheinbar für viele noch unbekanntere Künstler nicht unüblich ist, ohne Plattenlable zu arbeiten. Einige können sogar davon Leben (wie beispielsweise die von mir schon oft erwähnte Band Pomplamoose).

Möglicherweise hängt die geringe Anzahl von bekannten deutschen Interpreten auch damit zusammen, dass bei der GEMA angemeldete Künstler evtl. nur bestimmte Vertriebswege nutzen können (ist aber nur eine Vermutung). Bands wie Walk of the Earth, die durch YouTube ja mittlerweile größere Bekanntheit erlangt haben, bieten viele ihrer Tracks (vor allem Cover) auch über Bandcamp an.

Ganz besonders cool finde ich allerdings auch, dass man die gekauften (oder kostenlosen) Songs oftmals (bei mir bisher immer) in verschiedenen Qualitäten herunterladen kann. Neben MP3s in konstanter und variabler Bitrate werden auch OGG, FLAC und andere Formate angeboten. Also perfekt für alle audiophilen Hörer. Zu den Songs (bei Alben als zip-Archiv gebündelt) gibt’s auch noch Albumcover, etc., eigentlich selbstverständlich :-).

Demnächst will ich hier noch einige Bands und Künstler vorstellen, bei denen ich mich bereits mit Songs (und echten CDs) eingedeckt habe. Wer neugierig ist, kann aber auch einfach schonmal in meiner Collection stöbern.

Achja, und noch ein riesen Vorteil von Bandcamp: die meisten Songs (bei meinen Käufen bisher alle) kann man sich vorher in voller Länge und so oft man will vorher anhören 🙂

Und falls ihr auf den Geschmack kommt: Bezahlen kann man per Kreditkarte, PayPal oder über PayPal (ohne dass man sich dort anmelden muss) per Lastschrift. Also: Let’s buy some music 🙂